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Georgentor mit Blick auf die Frauenkirche

Welche Städte in Deutschland muss man unbedingt gesehen haben? Nun die meisten würden wahrscheinlich die großen Städte wie Berlin, Hamburg oder München nennen. In meiner „Top 10 Liste“ würde Dresden jedoch ganz weit oben stehen. Zumindest wenn man vorhat, ein ruhiges aber wunderschönes Wochenende zu verbringen, ist Dresden die optimale Wahl. Die sächsische Hautstadt überzeugt vor allem durch die Kunst, sowie die Architektur und trägt nicht umsonst den Spitznamen „Elbflorenz“.

Ich muss gestehen Dresden ist vergleichsweise nicht besonders groß und es gibt auch ein paar nicht so schöne Ecken. Doch das hat auch den Vorteil, dass man alles sehr gut zu Fuß erreichen kann und sobald man in die Nähe der Altstadt kommt, fühlt man sich beinahe wie in einem alten Königreich. Eine solch bezaubernde barocker Architektur findet man wohl nirgendwo in Deutschland. Dabei bildet der Neumarkt mit der Frauenkirche das Herzstück der Stadt. Wenn man die Kirche ansieht kann man kaum glauben, dass sie während des zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört und später wieder aufgebaut wurde. Geht auch unbedingt in die Frauenkirche hinein, es lohnt sich und ist auch mit Rollstuhl zu mindestens teilweise möglich (nicht alle Bereiche sind zugänglich).

Das Herzstück der Stadt: die Frauenkirche

Auf dem Weg vom Neumarkt zum Schlossplatz mit seinem imposanten Georgentor (siehe erstes Bild) lauft ihr direkt am „Fürstenzug“, dem größten Porzellanwandbild der Welt vorbei. Einen guten Überblick über die unzähligen Gebäude verschafft man sich durch einen langen Spaziergang am Ufer der Elbe. Als die Prachtpromenade Dresdens gilt dabei die „Brühlsche Terrasse“. Auch die Augustusbrücke mit dem „goldenen Reiter“ – dem bekanntesten Denkmal der Stadt – bietet besonders beim Sonnenuntergang eine wunderschöne Aussicht. Für alle die sich für die Geschichte interessieren, lohnt sich eventuell der Gang zum „blauen Wunder“. Diese uralte Stahlbrücke wurde im zweiten Weltkrieg durch die Heldentat zweier Männer gerettet, indem sie den von der SS angebrachten Sprengsatz heimlich entschärften.

Ihr merkt wahrscheinlich schon, man kann all die Sehenswürdigkeiten kaum in einem Beitrag abhandeln. Den Dresdener Zwinger muss ich jedoch unbedingt gesondert erwähnen, denn dieser Gebäudekomplex hat mich am meisten beeindruckt. Schon allein für Fotos wird man hier einige Stunden benötigen. Besonders positiv ist zudem, dass nicht nur der Innenhof sondern auch der obere Bereich des Zwingers barrierefrei ist. Generell hatte ich während meines gesamten Aufenthaltes in Dresden diesbezüglich keine Probleme. Selbst für die Bereiche mit dem Kopfsteinpflaster gibt es oftmals angenehme Alternativwege.

Einer der beliebtesten Fotospots: der Dresdener Zwinger

Innenhof des Zwingers

In dem Zwinger gibt es auch mehrere Museen und damit komme ich zum nächsten Aushängeschild von Dresden, nämlich der Kunst und Kultur. Nicht weit davon entfernt befindet sich das Residenzschloss. Egal ob königliche Gemächer, Rüstungen oder Gemälde, hier sollten Geschichtsinteressierte und Kunstliebhaber auf ihre Kosten kommen. Ich selbst war zwar in keinem Museum drin, aber laut den offiziellen Seiten sollten die meisten Bereiche mit dem Rollstuhl zugänglich sein. Zum Schluss darf natürlich auch die Semperoper nicht unerwähnt bleiben. Sie gilt als eins der schönsten Opernhäuser weltweit und man sollte sie zumindest von außen unbedingt mal sehen.

Die Semperoper ist das kulturelle Wahrzeichen Dresdens

Der 102 Meter lange Fürstenzug, gilt als das größtes Porzellanwandbild der Welt

Ich hoffe dieser Beitrag hilft euch ein wenig weiter und ihr könnt damit euren Ausflug nach Dresden besser planen. Natürlich ist nicht für jeden immer alles interessant, doch beim Reisen sollte man sich wie ich finde auch auf neue und unbekannte Sachen einfach mal einlassen. Oftmals sammelt man dann umso mehr unvergessliche Erlebnisse!

Weitere Sehenswürdigkeiten in Dresden

Kreuzkirche
Katholische Hofkirche
Gemäldegalerie „Alte Meister“
Neustadt und Kunsthof Passage
Königsufer
Der Große Garten
Pfunds Molkerei

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